Eine einheitlich europäisch harmonisierte Norm für "Brandschutzglas" ist bisher nicht publiziert und wird es voraussichtlich auch nicht geben. Brandschutzglas fällt aber je nach Aufbau in die entsprechenden, harmonisierten Normen für Glas im Bauwesen* d.h. z.B. thermisch vorgespanntes Glas, Verbund und Verbundsicherheitsglas, beschichtetes Glas, Isolierglas (DGU) etc.
Vetrotech Saint-Gobain bestätigt die Übereinstimmung der Bauprodukte mit den jeweiligen Produktnormen bereits seit dem 1.März 2007 mit dem CE-Zeichen und deklariert damit neben der Konformität der Produkte mit der Norm auch die Sicherheit im Falle eines Brandes. Voraussetzung hierfür ist die bestimmungsgemäße Verwendung und Einbau gemäß den gesetzlichen Vorgaben.
Im transparenten Brandschutz müssen immer komplette Bauteile (Bauarten), d.h. Glas, Rahmen, Dichtungen …. als System geprüft werden. Eine Klassifizierung kann nur für ein Bauteil nach EN 13501-Teil 2 bzw. EN 1364-1 (Brandschutzverglasungen) erfolgen.
Für die Anwendung und Klassifizierung der Brandschutzgläser in verglasten Bauteilen sind u.a. die Normen EN 357, EN 13501-1/2, EN 1364-1, EN 1634-1 besonders relevant:
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EN 357: Diese Norm hat den Titel " Glas im Bauwesen- Brandschutzverglasungen aus durchsichtigen oder durchscheinenden Glasprodukten - Klassifizierung des Feuerwiderstandes".
Die Norm ist veröffentlicht - eingeführt und ist für folgende Länder bindend, d.h. sie hat den Status einer nationalen Norm in: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Protugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschech. Rebublik, und das Vereinigte Königreich.
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In der Norm werden die relevanten Begriffe zur Klassifizierung näher definiert (siehe unten). Gemäss EN 357/ EN 1364-1 ist eine feuerwiderstandsfähige Verglasung ein Bauteil, das eine oder mehrere durchsichtige oder durchscheinende Glaserzeugnisse enthält, inkl. Halterungen, Dichtstoffen, Befestigungsmaterialien und allen Einzelteilen, das geprüft und anschliessend klassifiziert wird (z.B. E30, EI30 etc.)
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EN 13501 Teil 1-5: Diese Norm hat den Titel: „Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten“. Das Brandschutzglas kann nicht alleine, sondern nur als komplettes Bauteil (d.h. Glas im Rahmen, mit Dichtstoffen, etc.) auf Basis einer Feuerwiderstandsprüfung nach EN 1363/ 1364-1* geprüft und klassifiziert werden. Die "Klassifizierung" erfolgt gemäss EN 13501 Teil 2 . Diese für den Brandschutz in Europa besonders wichtige Norm ist schon lange als Weissdruck eingeführt und ist in den selben Staaten, wie oben beschrieben gültig und hat jeweils den Status einer nationalen Norm erhalten.
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* Anmerkung: Die EN 1363 und die EN 1364-1 beschreiben die Prüfanforderungen bei Feuerwiderstandsprüfungen an verglasten nicht-tragenden inneren Wänden